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Parasitismus als philosophisches Problem

od Peinzger, P. z vydavateľstva Koch, Neff & Volckmar GmbH dot 2007

Parasitismus als philosophisches Problem

od Peinzger, P. z vydavateľstva Koch, Neff & Volckmar GmbH dot 2007

Autor: Peinzger, P.
Vydavateľstvo: Koch, Neff & Volckmar GmbH
Rok vydania: 2007
EAN: 9783830027911
Počet strán: 516
Typ tovaru: Brožovaná väzba
Dostupnosť: Vypredané
Bežná cena 210,- €
Zľava: 11%
Naša cena 186,90 €

Viac o knihe Parasitismus als philosophisches Problem (Peinzger, P.)

Der Parasit gehört zur Existenz, seine Akzeptanz zulassen heißt einzugestehen, dass nicht alles perfekt funktioniert, alles läuft nur, weil es nicht läuft, kein System kommt ohne ihn aus, mehr noch, er ist das System. Seine Präsenz weist eine lange Kulturgeschichte vom PriesterParasiten bis zum Sozialparasiten auf, wobei das philosophische Problem weitaus jüngeren Datums ist. Die Studie beschreibt, analysiert und interpretiert die Entwicklung, die Grundzüge, die Bedingungen und Grenzen des kulturanthropologisch fundierten Parasitismus-Konzeptes, in seinem Bezug zu Kommunikationstheorie, Sprachkritik und Ästhetik, des französischen Mathematikers und Wissenschaftsphilosophen Michel Serres. Betrachtet man die Vielfalt des Rollenspiels des Parasiten, ist zu vermuten, dass er neben seiner abwertenden Semantik noch etwas anderes zum Ausdruck bringt: Die Orientierung auf eine Gegenwelt, die sich der Vernunft und den damit verbundenen deterministischen Paradigmen entzieht und die Sympathie für elementare, subversive Instabilität, für Destruktion, Störung, Eingriff, Abweichung und Ungewissheit. Damit verbindet sich die Frage, ob die Figur des Parasiten die Ordnung oder lediglich die Pathologie eines Systems verkörpert. Die Omnipräsenz des Parasitären beinhaltet die Perspektive der Ver- und Zerstörung sowie den Versuch der Überschreitung gültiger Grenzen, die jegliche Eindimensionalität und Eindeutigkeit unterläuft. Daraus erwächst die Energie des Entwurfs eines zwischen Wissenschaft und Poesie changierenden Konzepts, das sich nicht nur entlang subversiver Eingriffsstrategien bewegt, sondern das epistemologische Bedürfnis kommuniziert, die Gefährdung und die Chance parasitärer Praktiken zu erfassen. Nicht zuletzt ist die Figur des Parasiten in eine Theorie der Wahrnehmung und eine Geschichte der Ästhetik gemischter Empfindungen eingebunden, die den subtilen Reiz und die Sinnlichkeit vermischter Körper in Serres’ Theorie der Relationen beweist; eine durchweg vernachlässigte Thematik wird mit einer Theorie zusammengeführt, die erklärtermaßen angetreten ist, jede Form traditionellen Denkens hinter sich zu lassen, grundsätzlich neu zu beginnen.

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